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RÖMER ETIKETT - Your Label Company

Vielseitige Systeme nicht nur für Selbstklebe-Etiketten
03.02.10 - Römer Etikett ist erster Anwender der Gallus RCS 330 (Rotary Converting System) in Deutschland für die Produktion hochwertiger Selbstklebe-Etiketten. Erstmals vorgestellt wurde das System auf der Labelexpo 99. Das neue Maschinenkonzept durchlief intensive Feldtests bei der Permapack AG (CH) und wurde Ende 2001 in der Etikettendruckerei Römer Etikett (Marburg) installiert.
 
Vielseitige Systeme nicht nur für Selbstklebe-Etiketten
Die Römer Etikett GmbH & Co. KG hatte Ende 2001 vierzehn Druckanlagen in Betrieb. Alle Anlagen waren dreischichtig ausgelastet. Für geplante neue Produkte musste die Produktionskapazität für Selbstklebe-Etiketten erweitert werden.

Passerqualität an erster Stelle
Wenige Wochen nach Inbetriebnahme der neuen Gallus RCS 330 zog Alexander Römer, der das von seinem Vater gegründete Unternehmen heute leitet, Bilanz. Die Integration in die Produktion erfolgte schnell. Gute Noten kann der erste deutsche Anwender auch bei den wichtigen Kriterien Druckqualität, Rüstzeiten und Produktionsleistung vergeben. Römer hebt vor allem die hohe Passergenauigkeit selbst bei schwierigen Motiven und einer Druckgeschwindigkeit von 120 Metern pro Minute hervor. Großen Anteil an dieser Präzision hat der Einsatz von Servomotoren.

Hohe Produktionsleistung
Als Basisverfahren kommt UV-Flexodruck zum Einsatz. Hohe Produktionsgeschwindigkeit, kurze Rüstzeiten und geringer Punktzuwachs mit Werten zwischen 5 % und 8 % zeichnen die RCS 330 aus. Die niedrigen Werte beim Punktzuwachs resultieren aus der automatischen Druckbeistellung, die an der RCS 330 dynamisch gesteuert wird.

Kurze Rüstzeiten auch bei Wiederholaufträgen
Schnelle Rüstvorgänge zu ermöglichen, war eines der wesentlichen Ziele bei der Entwicklung des neuen Maschinenkonzeptes, erklärt Manfred Rath von der Gallus-Group Vertriebs GmbH. Römer Etikett profitiert dabei von der Möglichkeit, die Produktionsdaten eines Auftrages abzuspeichern. Wiederholaufträge machen bei Römer immerhin 70 % der Druckjobs aus. Diese lassen sich dadurch erheblich schneller einrichten. Verglichen mit einer herkömmlichen Buchdruckmaschine sinkt der Aufwand für das Rüsten nach Schätzung von Römer um etwa 45 %.
Unterstützt wird das Personal beim Einrichten durch das Presetting, das heißt, die einzelnen Komponenten wie Druck- und Stanzzylinder nehmen bei einem Wiederholauftrag automatisch die Nullposition ein. Da dies bei stehender Bahn erfolgt, liegt die Makulaturquote an der RCS 330 niedrig. Als Mittelwert können 43 Meter Rüstmakulatur gelten. Damit liegt der Makulaturanteil für das Einrichten noch unter der Materialbahnlänge der Druckmaschine.

Vorteile durch Sleeve-Einsatz
Die RCS 330 ist für die Verwendung von Sleeves ausgelegt. Nach Einschätzung von Römer ermöglichen direkt bebilderte Fotopolymer- Endlossleeves einen großen Schritt nach vorn im Bemühen um Standardisierung und weitere Qualitätsverbesserungen.
Die Passergenauigkeit ist deutlich besser, da die unvermeidlichen Abweichungen der manuellen Plattenmontage entfallen. Der Einsatz von Sleeves lohnt sich angesichts der hohen Rate an Wiederholaufträgen aber auch wegen des schnellen Rüstens.

Ergonomisches Design
In der Druckindustrie ist ein wachsendes Interesse an Maschinen zu erkennen, die durch ergonomisches Design eine einfache Handhabung unterstützen und extreme Belastungen für das Bedienpersonal vermeiden.
Ein gutes Beispiel für bedienerfreundliches Handling, so Römer, ist der Wechselvorgang der Stanzwerkzeuge. Durch das seitliche Herausfahren sind die Stanzzylinder sehr gut zugänglich, und das Austauschen mittels Wechselwagen schont den Rücken. In ähnlicher Weise beurteilt er die Bedienung über das Touch-Screen-Panel. Das System ist überwiegend selbsterklärend, sodass die Einarbeitung über »Training on the Job« erfolgen konnte. Schnelle Hilfe bei Problemen bietet auch das Ferndiagnosesystem.

Auch für Großauflagen geeignet
Gallus stellt bei den Pluspunkten der RCS 330 in erster Linie die kurzen Einrichtzeiten und niedrigen Makulaturquoten in den Vordergrund, mit denen das Maschinenkonzept auf den anhaltenden Trend zu kleineren Auflagen reagiert. Für Römer ist aber auch die Druckqualität mit hoher Passergenauigkeit ein großer Vorteil für den anspruchsvollen Markt der Markenartikelindustrie.
In diesem Segment sind zum Teil noch immer hohe Auflagen anzutreffen, für die die RCS 330 auch sehr gut geeignet ist.

Künftige Option UV-Siebdruck
Die RCS 330 bei Römer verfügt über acht Druckstationen, die im gegenwärtigen Ausbaustadium mit Einheiten für den UV-Flexodruck bestückt sind. Weitere Verfahren waren für die konkrete Auftragslage nicht erforderlich. Bei Römer wird die Möglichkeit, verschiedene Druck- und Veredelungsverfahren zu kombinieren bereits auf mehreren Maschinen genutzt. Da die Nachfrage für so genannte Kombi-Jobs ständig wächst, plant das Unternehmen, in absehbarer Zeit in eine Druckeinheit für den rotativen UV-Siebdruck zu investieren. Eine weitere Option ist der Heißfolienprägedruck, für den Gallus auf der letzten Labelexpo in Brüssel einen Einschub vorgestellt hat.

Für die Zukunft sind weitere Ausbaustufen geplant
Das Programm der RCS 330 will Gallus weiter ausbauen. Die aktuellen Komponenten seien vorerst nur die Basis dieses Sytems. Die Möglichkeiten sollen deutlich erweitert werden durch ein Schienensystem, mit dem eine zusätzliche Maschinenebene geschaffen würde. Dafür sollen neue Baugruppen konzipiert werden, die in erster Linie als Module für weitere Verarbeitungs- oder Veredelungsprozesse dienen werden. Ein Teilstück eines solchen Schienensystems mit einer Laminier- und einer Kaschierstation konnte bei Römer bereits in Betrieb genommen werden.

Römer Etikett
Die Kundenliste der Römer Etikett GmbH & Co. KG liest sich wie das »Who is who« der Industrie. Der Leiter des Unternehmens, Alexander Römer, sieht den Kernmarkt in Deutschland und den angrenzenden europäischen Ländern. Das Rhein-Main-Gebiet ist wichtiges Einzugsgebiet. 40 % der Kunden kommen aus der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie, 20 % aus Pharmaindustrie und Technik. Zwei Drittel der Bedruckstoffe sind PE- und PP-Folien, der Rest Papierverbunde.
Römer Etikett beschäftigt 140 Mitarbeiter. Die Firmengründer Irmgard & Dietmar Römer begannen 1965 mit einer Zweifarbenmaschine von Gallus. Heute sind es 15 Drucklinien (dreischichtig) fast ausschließlich aus der Gallus-Gruppe.
Buch-, Sieb-, Flexodruck und Veredelungsverfahren werden kombiniert eingesetzt. UV-Flexo wird als Verfahren der Zukunft gesehen.

 Infos unter: Deutscher Drucker
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